Nachdem wir uns vorgestern eine laotische Koerpermassage goennten, haben wir dann gestern direkt noch mit einer Fussmassage nachgelegt: Ein ganz schoener holzvertaefelter Raum, kuehler Luftzug von den Deckenventilatoren, bequeme Liegesessel, Augen zu, entspannen und dann: Schmerzen, das Gefuehl, das mir der Fuss durchbohrt wird, Augen auf und das freundliche Laecheln der Masseurin, das mir zu verstehen gibt: alles wird gut. Und es wurde gut: gerade sitzen wir im Bus nach Ban Na Hin, wir sind um 5 Uhr frueh aufgestanden und ich fuehle mich topfit und gluecklich und noch in Gedanken an zurueckliegende Eindruecke.

In Vientiane findet sich so viel Gegensaetzliches, wir waren immer wieder hin- und hergerissen, doch letztendlich hat uns dieser ganz spezielle Charme dieser Stadt gepackt. Das Nebeneinander von sozialistischer pragmatischer Bauweise, franzoesischem Kolonialstil, golden verzierte Wats und kitschig asiatischem bunt, bunter, am buntesten machen das Stadtbild aus. Und dann diese unendliche Laessigkeit der Menschen hier. Am Angfang hatten wir den Eindruck, das hier alle irgendwie unfreundlich sind. Wenn wir jemanden angesprochen haben, nur gucken, schauen und dann einfach mit dem weitermachen, was gerade gemacht wurde, im Zweifelsfall gar nix…. Dann haben wir begriffen, das wir hier wirklich nicht verstanden werden, Englisch wird wenig gesprochen und sie wissen einfach gar nicht, was man von ihnen will. Ab dem 2. Tag haben wir es dann geschafft, uns einfach mittreiben zu lassen.

Wir haben uns grossteils in und rund um die Rue Francoise Nginn aufgehalten. Dort war der Fahrradverleih, die Waescherei, der Massagesalon Oasis, nette Cafes, hier haben wir auch unsere Weiterreise geplant und gebucht (Vientiane – Ban Na Hin – zurueck nach Vientiane – mit dem Zug nach Bangkok – Flug nach Phuket). Und an der Ecke zur Rue Fa Ngum war auch “unser” Pancake-Man, bei dem wir jeden Abend unseren Banana-Pancake gegessen haben und immer nette Leute getroffen haben: eine Gruppe Thailaender, die beruflich in Laos zu tun haben oder ein paar Jungs aus Vientiane, die uns zu Beerlao in Bechern aus abgeschnittenen Wasserflaschen eingeladen haben. Und wenn man den Grundwortschtz: Beerlao – zep!! (beerlao – lecker!!) beherrscht, oeffnen sich einem schnell dir Herzen.

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Den Rest der Stadt haben wir wieder mit Fahrraedern erkundet: Das Cope-Center, das die leidvolle Geschichte des Landes dokumentiert und gleichzeitig ganz tolle Arbeit leistet fuer die vielen Bombenopfer; Das Wat That Luang, das bedeutenste religioese Monument in Laos; der “Arc de Triumphe”, ein Betonmonstrum, das Geruechten zufolge aus Zement gebaut worden ist, den Amerikaner eigentlich fuer den Ausbau des Flughafens zur Verfuegung gestellt haben.

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Vientiane –  Spannend, angenehm, aufwuehlend, wie diese Reise….

geschrieben von Andrea

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