Die Planungen für unsere Trekkingtour mit Hund am Meraner Höhenweg (Südtirol) im August konkretisieren sich. Alle Hütten für die insgesamt sieben Übernachtungen haben wir mittlerweile reserviert. Zum Glück war das Thema Hund nirgends ein Problem. Nun geht es an die weitere Vorbereitung und da machen wir uns natürlich viele Gedanken über unser, bzw. Bobby’s Gepäck .

Mehrtageswanderung mit Hund – was sollte mit im Gepäck sein?

Bei einer Mehrtageswanderung ist es natürlich besonders wichtig, möglichst „schlau“ und „leicht“ zu packen. Eine große Herausforderung wenn ich darüber nachdenke, was auf „normalen“ Reisen so unser Auto füllt. Klar, vieles von den Dingen, wie Hundedecken, Hundehandtücher, Hundespielzeug, Hundenäpfe, Hundekörbchen, Hundebürsten- und Kämme, Hundetaschen und Hundeassecoires … ist überflüssig. Aber man muss auf so einer Tour bedenken, dass man nicht einfach mal ein Geschäft, eine Apotheke oder den Tierarzt aufsuchen kann. So sollte man doch einige Dinge mitführen, die auf einer herkömmlichen Reise mit normaler Infrastruktur wiederum nicht benötigt werden.

Packliste Mehrtageswanderung – mein persönlicher 5-Punkte – Plan

Was darf ich also beim Packen für so eine Tour nicht vergessen? Was muss ich berücksichtigen?

  1. Futter
  2. Erste -Hilfe
  3. Ausrüstung für das Hochgebirge (Klima und Wegbeschaffenheit)
  4. besondere körperliche Beanspruchung bei einer Mehrtagestour
  5. was geben die gesetzlichen Landesvorschriften (in unserem Fall Italien) vor?

(eine detaillierte Packliste ist in Arbeit und folgt demnächst)

Beim kurzen Durchrechnen, insbesondere was das Futter für acht Tage für einen knapp 30 kg schweren Hund angeht, wurde uns schnell klar, Bobby muss mithelfen: er bekommt seinen eigenen Rucksack.

Hunderucksack – Teamarbeit am Berg

Nach einiger Recherche haben wir uns nun für einen Rucksack von „Ruffwear“, Größe M entschieden. Der Rucksack wird auf ein Geschirr geschnallt, welches ohne Rucksack auch zu verwenden ist. Durch die sehr individuelle Einstellmöglichkeiten sitzt es sehr gut und dient somit auch gleichzeitig als Sicherheitsgeschirr, wenn der Hund am Berg mal zusätzlich gesichert werden muss.

Vom Gewicht her, sollte der Hund nicht mehr als ca. 10 % seines Körpergewichtes tragen. Das sind bei Bobby dann knapp 3 kg. Klingt nicht viel, ist aber auf jeden Fall eine Entlastung für uns. Außerdem sind wir auf so einer Tour ja auch ein Team, wo jeder seine Verantwortung „tragen“ sollte. Und letztes Wochenende war es dann soweit, der erste „Ausrüstungstest“ für den Hunderucksack stand an.

Eckertal bei Stapelburg – Testlauf Hunderucksack

Vor dem ersten echten Testlauf haben wir Bobby ganz langsam, erst an das Geschirr und dann an den Rucksack gewöhnt. Dabei ist uns schon aufgefallen, dass er sich wesentlich ruhiger und konzentrierter bewegte, als das bei ihm sonst der Fall ist. Am Feiertag letzte Woche ging es dann das erste Mal im Harz in den Praxistest. Die Tour war ca. 12 km lang und passierte abwechslungsreiches Gelände. Kurz die Tourdaten: Start war bei Stapelburg im ehemaligen deutsch-deutschen Grenzgebiet. Der weitere Wegverlauf ging durch das Eckertal vorbei an einem Grenzpfeiler und durch die historische, aus Kaiserzeiten stammende Badeanstalt, dem „Jungborn-Gelände“.

Weiter ging es in ein Seitental, das Zwisseltal durch einen naturbelassenen Wald bergan über abgestorbene Bäume, Felsen und Steine teilweise recht steil bergauf. Fast am höchsten Punkt zweigt man ab und es geht mit schönen Ausblicken durch den von Borkenkäfern gelichteten Nadelwald auf einem schönen Höhenweg um mehrere Bergsporne herum. Man gelangt dann auf dem alten Grenzweg, der mit seinen tiefen Löchern eine echte Herausforderung für schmale Hundefüße ist, wieder bis zum Eckertal mit Jungborngelände bis zum Ausgangspunkt in Stapelburger am alten Bahndamm.

Und was soll ich sagen: Test bestanden! Bobby ging total sicher, auch die Breite des Rucksacks bereitete ihm keine Probleme. Unwegsames Gelände, Geröll und sogar eine Bachdurchquerung meisterte er tadellos und mit einer Ruhe, die uns begeisterte.

Als ob er sich seiner Verantwortung bewusst wäre, ignorierte er alle „Störungen“ wie Wanderer, Radfahrer, Hunde… und es war einiges los, denn es war Vatertag. Bobby bekam viel positive Aufmerksamkeit und wir wurden beneidet, denn die ganzen „Väter“ die in großen Gruppen an diesem Tag unterwegs waren, mussten ihre Getränke selbst tragen 😉 Bobby war allerdings die nächsten zwei Tage noch fix und fertig und war froh, dass auch wir es eher ruhig angehen ließen. Wahrscheinlich ist es neben dem Gewicht (wir hatten nur einen halben Liter Wasser auf jeder Seite im Rucksack) auch die ungewohnte Konzentration, die scheinbar echt anstrengend ist. Also sind es nicht nur wir Zweibeiner, die Kondition aufbauen müssen. Es gibt noch einiges zu tun…

Zum Nachwandern – Eckertal mit Jungborngelände (ca. 12 km)

Die Tour ist aus dem Wanderführer „Wandertouren für Langschläfer im Harz“ von Richard Goedecke (Tour  4). Bei  www.gps-tour.de habe ich die Tourdaten im Netz gefunden.

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