Keine Sorge, das wird kein Artikel in dem ich feststelle: Huch – ist das Jahr schon wieder zu Ende? Hui – und was habe ich alles Wunderschönes erlebt! Der Jahreswechsel und Sylvester mit dem großen Abschied vom alten Jahr und den guten Vorsätzen für das neue Jahr war noch nie so mein Ding. Und seitdem Bobby Teil unserer Familie ist schon gar nicht. Da werden bei uns die Rollos herunter gelassen, um den ganzen Böller – Wahnsinn draußen zu lassen. Wenn uns das einigermaßen gut gelingt, traut sich Bobby am Morgen des Neujahrstages wieder vor die Tür, um sich endlich zu erleichtern. Und meistens ist dann alles genauso gleich oder genauso neu wie an jedem anderen Tag des Jahres. Eigentlich weiß ich noch gar nicht, was ich unter diesen Satz als Überschrift überhaupt schreiben möchte. Aber dieser Satz ist mir zu dem Jahr 2016 eingefallen, weil mich ein anderer Satz so geärgert hat.

Das Jahr 2016 – was gibt es darüber zu sagen?

Am Tag nach dem Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt schaute ich fern. Ich glaube, es war das ZDF-Morgenmagazin. Ein Journalist berichtete über die Vorfälle und begann seine Reportage mit dem Satz: „Das Jahr 2016 beginnt mit Terror und das Jahr 2016 endet mit Terror.“ Ich musste sofort ausschalten. Was dieser Journalist zu den Ereignissen in Berlin zu sagen hatte, interessierte mich nicht mehr.

Und jetzt gegen Ende des Jahres lese ich  immer wieder in den Schlagzeilen und in den sozialen Medien: „Hoffentlich ist dieses Jahr des Schreckens bald vorbei.“  „Es hört nicht auf. Wieder einer der „Großen“ gestorben – 2016 – das Jahr der großen Verluste!“ „Es kann nur besser werden.“  Irgendwie hatte ich das Bedürfnis für dieses Jahr 2016, das doch gar nichts dafür kann, in die Bresche zu springen: „Das Jahr 2016 war wunderschön!“

Dann es war wirklich schön. Und es war genauso auch schrecklich. Und es war eines von vielen Jahren mit vielen Tagen, Stunden, Minuten, Momenten, die jeder Mensch auf dieser Welt wahrscheinlich individuell und persönlich ganz unterschiedlich wahrgenommen hat. Und das ist das was zählt. Das ist das, was mich interessiert. Und das ist weit weg vom „Jahr des Terrors“ und von „wunderschöner Welt“. Und schon bin ich drin im Thema – das Jahr 2016. Und schon springt sie an – die Erinnerung.jahr-2016-6

Das Jahr 2016 – mein Blog entwickelt sich

2016 war das Jahr, in dem ich die „Bloggerszene“ kennengelernt habe. Ich betreibe meinen Blog zwar schon viele Jahre als Tagebuch für Familie und Freunde. Aber Ende 2015 fasste ich den Mut und schaltete meinen Blog auf „öffentlich“. Und plötzlich bekam ich „likes“ von anderen Bloggern. Ich erschrak und wurde kritischer. Meine Artikel und das Erscheinungsbild des Blogs hielten meinem eigenen Blick von außen nicht mehr stand. Ich bastelte und probierte und „Anwolf“ entwickelte sich weiter, wie sich mein Leben weiter entwickelte.

Und während meiner Stöbereien auf anderen Blogs, traute ich mich auch hier und da mal zu kommentieren. Und auf einmal wurde auch auf meinem Blog kommentiert. Silvana vom Kalte Schnauze Blog war eine der ersten, die einen Kommentar hinterlassen hat. Ich habe mich unheimlich geehrt gefühlt, da mir ihr Blog auf Anhieb richtig gut gefallen hat und sie für mich in einer völlig anderen Liga spielte. Und bis heute freue ich mich über jeden neuen Artikel auf ihrem Blog. Sie sind nicht nur sehr lesenswert und werden von außergewöhnlich guten Fotos begleitet. Mir bedeuten sie noch mehr:  Silvana und ihr Hund Cabo gehören irgendwie mittlerweile zu meinem Leben dazu und ich möchte die beiden nicht mehr missen.jahr-2016-2

Das Jahr 2016 – inspirierende Blogparaden

Auch mit zu den ersten Bloggern, die ein „like“ bei mir hinterlassen haben, gehören Marc und John von 1 THING TO DO  – „auseinander geschrieben und alles groß“, die Beiden sind sehr genau in diesen Dingen. Nicht nur diese Liebe zum Detail zeichnet ihren Blog aus. Die Idee, dass jeder Ort für jeden sein persönliches Highlight, sein 1 THING TO DO hat, finde ich großartig. Ich war sofort begeistert und drückte den „follow“ Button. So bekam ich auch ohne Zeitverzögerung mit, dass die Beiden eine Blogparade zum Thema „Slow-Travel“ ausriefen. Das traf zu dem Zeitpunkt direkt in mein Bloggerherz. Ich war in einer Findungsphase. Ist „Anwolf“ ein Hundeblog oder doch eher ein Reiseblog?  Reisen war mir schon immer ein inneres Bedürfnis. Aber was macht Reisen für mich aus? Was macht mich am Reisen glücklich? Was will ich den Lesern über meine Reisen mitteilen? Noch am gleichen Tag fing ich an zu schreiben. Und durch das Schreiben zu diesem Thema wurde mir meine eigene Motivation für das Reisen deutlicher. Ich war richtig begeistert, wie viele Artikel in dieser Blogparade zusammengekommen sind, eine Menge Inspiration. Marc und John haben diese Fülle an Artikeln mit sehr viel Aufwand und etlichen Begleitartikeln aufbereitet: Kompliment!

Es folgten weitere Blogparaden, an denen ich teilgenommen habe. Sehenswürdigkeiten in Deutschland – das darf man auf keinen Fall verpassen – Biggi und Flo von Phototravellers hatten diese Idee, die mich in meine eigene Stadt nach Braunschweig führte. Und ich stellte fest, dass die Schönheit eines Ortes für mich das Erleben ausmacht. Und das kann überall sein, sogar in Braunschweig. Und auch hier kam eine erstaunliche Menge an Artikeln von bekannten und unbekannten Sehenswürdigkeiten in Deutschland zusammen. Die beiden rufen regelmäßig Blogparaden aus. Diesmal gab es sogar etwas zu gewinnen. Juhu – ich gehörte zu den Glücklichen und ein Fachbuch zur Bergfotografie ist seitdem mein Eigen.

Carolin vom Blog Bergzeiten und Flachlandabenteuer hatte die Idee Wandern vor der Haustür und rief eine Blogparade aus. Carolin ist mit ihrem Hund Puma viel in Südtirol unterwegs. Aber was tun in den Zeiten neben den großen Reisen? Dieses Thema inspirierte mich, bzw. Bobby zu einem neuen Projekt: „Bobby will Harzer Wanderkaiser werden“.  Für ein neues Abenteuer muss man nicht weit Reisen – den Beweis dafür zeigen die vielen Blogger mit ihren Artikeln, die sich an dieser Blogparade beteiligt haben.

Blogparaden inspirieren zu neuen Gedanken und neuen Vorhaben. Ich finde Blogparaden einfach toll.jahr-2016-12

Das Jahr 2016 – und was ist eigentlich ein BDBD?

Ich habe im Laufe des Jahres viele Blogger kennengelernt. Es finden sich Gleichgesinnte, man entdeckt Gemeinsamkeiten. Meistens bleibt die Kommunikation auf die virtuelle Welt beschränkt. Aber manchmal hat man auch das große Glück, sich persönlich kennen zu lernen, was mir allerdings noch nicht oft passiert ist, zugegebenermaßen eigentlich nur einmal. Kraulquappe und Dackeldame Pippa waren auf großer Reise in Schweden unterwegs, dessen Verlauf ich Tag für Tag auf ihrem Blog miterleben durfte. Jeden Abend wartete ich gespannt auf einen neuen Blogpost aus dem hohen Norden. Dank der Tochter von Bruce Springsteen führte der Rückweg von Kraulquappe und Pippa über Nörten-Hardenberg  – einen Steinschlag von mir entfernt. Es kam zu einem BDBD (Blogger Dog Blind Date) oder „bayerisches Isarfräulein Pippa trifft Harzer Wanderkaiser Bobby“. Ein ganz besonderer Tag für alle Beteiligten – nachzulesen in The Bobby&Pippa –Theme auf dem Blog von Kraulquappe.

Bobby träumt von Pippa - leider weit weg in München
Bobby träumt von Pippa – leider weit weg in München

Das Jahr 2016 – miDoggy Community

Es gibt Foren, Gruppen und Communitys, in denen man sich mit gleichgesinnten Bloggern austauschen und seine Artikel teilen kann. Eine davon ist die miDoggy Community. Neben ihrem Blog bieten Julia und ihre Windspielhündin Lola eine Plattform für Hundeblogger und Hundeliebhaber. Die Liebe zum Hund steht bei ihr an erster Stelle. Dass dies nicht nur leere Worte sind spürt man sofort, wenn man die Seite besucht. Es können nicht nur die eigenen Artikel hochgeladen werden. Julia macht sich auch die Mühe, verschiedene Blogposts auf ihrer Facebookseite noch mal zu teilen. Viele interessante Blogs und Bloggerinnen habe ich hier kennengelernt. Blogparaden, Themenstrecken, Gewinnspiele und sonstige Aktionen – das alles gibt es auch noch. Ich finde, Julia macht richtig gute Arbeit und ich freue mich, seit 2016 ein Teil dieser Community zu sein.jahr-2016-11

Das Jahr 2016 – bloggen bereichert mein Leben

Nun habe ich doch eine Rückschau gemacht. Und ich glaube es ist überflüssig zu sagen, dass vieles unerwähnt blieb. Und es gibt sogar ein persönliches Resumee: Bloggen bereichert mein Leben. Über Erlebtes zu schreiben gibt dem Augenblick mehr Gewicht. Ich schaue genauer hin. Ich sortiere, strukturiere. Ich filtere Wichtiges von Unwichtigem.

Und es ist nicht so, dass ich nur über mein Erlebtes schreiben will. Seitdem ich blogge, will ich auch mehr erleben. Denn man braucht ja Stoff für neue Artikel. Kurzum: Bloggen macht Spaß! Und ich freue mich riesig über jedes „like“, über jeden Kommentar und über jeden stillen Mitleser. Dieser Austausch inspiriert ungemein. Ich bekomme Ideen und daraus entstehen Pläne. Welche das für die nächste Zeit (also grob gesehen für das Jahr 2017?!) sind, dazu bald mehr hier…

Ich stelle fest, das Jahr 2016 schneidet gar nicht so schlecht ab. Es hat sich ganz gut geschlagen und manchmal war es sogar auch wunderschön 😉

In diesem Sinne: Allen einen guten Rutsch und bis bald in 2017!

Schnee gab es 2016 auch schon - allerdings schon fast ein Jahr her. Mal schauen - Anfang 2017 ist Schnee vorhergesagt
Schnee gab es 2016 auch schon – allerdings schon fast ein Jahr her. Mal schauen – Anfang 2017 ist Schnee vorhergesagt

 

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