Gerade bin ich Salzburg. Hier habe ich fast fünf Jahre gelebt. Ein Heimatort? Nein, dazu ist es nicht gekommen. Warum eigentlich nicht? Dieser Frage möchte ich jetzt nicht nachgehen. Ich habe ein anderes Problem. Ein Luxusproblem. Die Resonanz zu meiner Blogparade überwältigt mich. Über 30 Bloggerinnen und Blogger sind meinem Aufruf gefolgt:

Heimatorte – An was denkst du, wenn du an Heimat denkst?

Dieser Tage wandere ich mit Bobby bei Salzburg im Berchtesgadener Land. Es ist so wunderschön hier. Mich wundert es nicht, dass hier der Lobgesang auf die Heimat besonders laut ist. Und genau damit hatte ich immer Schwierigkeiten. In den eingegangenen Artikel kommt Heimat aber ganz leise daher, ganz persönlich, fernab von überheblicher Nationaltümelei und stolzgeschwellter Brust.

Heimat – kein Ort, sondern ein Gefühl?

Wo ist Heimat? Wo findet man Heimat? In allen Artikeln gibt es Antworten aber auch neue Fragen. Heimat ist individuell und einzigartig. Das Gefühl von Heimat kann einen Ort zu etwas Besonderem machen und manche Orte können ein besonderes Gefühl entstehen lassen: Heimat?

Heimat – für jeden einzigartig!

Nicht nur die Vielzahl sondern auch die Vielfältigkeit der eingegangen Artikel macht mich wirklich glücklich. Nun macht sich leichte Überforderung breit. Ich habe einen zusammenfassenden Artikel zur Blogparade angekündigt. Wie werde ich jedem Artikel gerecht? Schnell wird klar, dass ich mehr als einen Auswertungsartikel verfassen werde. Ich hoffe, nun eine geeignete Auswahl und Aufteilung gefunden zu haben. Los geht es mit dem ersten Teil:

Auswertung Blogparade (Teil 1): Eine Reise durch Deutschland und die Welt

Die Reise in die Heimat(en) der teilnehmenden Blogger führt uns nicht nur quer durch Deutschland, sondern in die ganze Welt. Das Gefühl von Heimat kann das Leben lang einem Ort treu bleiben. Häufig entsteht es erst aus der Distanz heraus. Manchmal erwischt es einen aber auch ganz unverhofft, wo man es gar nicht erwartet. Es gibt Berichte aus Orten, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Aber auch die großen Metropolen und bekannte Reiseziele finden sich als „Heimatorte“ wieder.

(Der zweite Teil der Auswertung folgt in Kürze mit einem etwas anderem Schwerpunkt. Seid gespannt.)

Stadtwandern mit Hund: Burghausen – Heimatort und Wanderidylle – Andrea von Mein Wanderhund schreibt:

Foto: Mein Wanderhund

… Genau in dem Moment, als ich in Burghausen am Ortsschild vorbei fuhr, zündete ein Feuerwerk. Ok, es war natürlich nicht wegen mir, sondern zum obligatorischen Ausklang des alljährlichen Volksfestes, aber ich war einfach nur glücklich, dass mich meine Heimat so begrüßte – Zufall hin oder her – und alle Strapazen waren vergessen. Ich fühlte mich willkommen, sicher – einfach daheim.  … Hier geht es zum ganzen Artikel.

 Heimat.Ein Geruch. – LandLebenBlog schreibt:

… Es ist, als wollte mich die Stadt einhüllen und betäuben und sentimental machen. Als wollte sie mich in ihre Arme nehmen und mir ins Ohr flüstern: Ach, komm, so schlimm war es nicht. Lass uns die Zeit zurückdrehen und es nochmal versuchen miteinander. Die Stadt holt aus zum olfaktorischen Emotionalangriff. Die Attacken gehen durch die Nase ins Gehirn, von da direkt ins Herz, dorthin, wo vielleicht das Heimatgefühl verankert ist, auf ewig, ob man das will oder nicht. … Hier geht es zum ganzen Artikel.

Die Zwiebel bzw. mein Beitrag zur Blogparade „Heimatorte“ – Natascha von Kraulquappe schreibt:

Foto: Kraulquappe

… Meinem Vater habe ich es also zu verdanken, dass ich kreuz und quer durch München, Oberbayern und Bayern geschleift wurde, auf Berge hinauf, in Seen hinein, durch Wälder hindurch – und dass er mich vertraut machte mit den ihm wichtigen Tierarten (Hund, Wildschwein, Vogel, Frosch).
Man rutscht da ja so hinein, als Kind. Wird hineinsozialisiert in diese Welt, ob man will oder nicht. Wählt nichts selbst aus (bis auf Clogs und Eissorten), trabt mit (lustlos oder neugierig), guckt, hört, riecht, fühlt, denkt so vor sich hin und wächst halt auf. In einer Umgebung, die einem mehr oder weniger Heimat ist und die man sich ebenfalls nicht ausgesucht hat. … Hier geht es zum ganzen Artikel.

Heimat Elbe – Nordish by Nature – Stephie von The Pell-Mell Pack schreibt:

Foto: The Pell-Mell Pack

… Ich machte das Fenster weiter auf und wir beide sogen diesen unvergleichlichen Geruch der Elbe ein. Bei uns unterliegt die Elbe noch Ebbe und Flut und es war gerade Ebbe. Sie roch also leicht brackig, aber nicht, wie ein alter Tümpel, sondern einfach typisch Elbe. Zusätzlich lag noch Salz von der Nordsee in der Luft. Nicht wie direkt am Meer, wo du das Salz auf den Lippen schmecken kannst. Aber doch unverkennbar noch wahrnehmbar. Wie fast immer ging ein leichter Wind und alles wirkte frisch. Dieser Duft, der ist für mich unabdinglich mit Heimat verknüpft. … Hier geht es zum ganzen Artikel.

Heimat – ein wahres Abenteuer – Steffi von Cäsar – Mein Leben auf vier Pfoten schreibt:

Foto: Cäsar – Mein Leben auf vier Pfoten

… Denke ich an Heimat so habe ich das Bild im Kopf von Bergen, viele Berge, soweit das Auge reicht. Jetzt wo ich 2 Jahre alt bin wird dieses Jahr so richtig viel gewandert, zusammen wollen wir so viele Berge erkunden wie es nur geht. In Salzburg ist alles gegeben, von kleinen bis großen Bergen, für Profis oder für Anfänger. Auch sind Frauli und ich schnell bei den Benachbarten Ländern, die uns traumhaft schöne Berge bieten. Die Leute die man auf den Bergen trifft, sind netter, harmonischer, lustiger und noch lange nicht so gestresst wie in der Stadt. Das Gefühl von Freiheit, von Schönheit und von Grenzenlosigkeit ist das Beste das es gibt. … Hier geht es zum ganzen Artikel.

Heimatgefühl – Cordula von Abseits der Pfade schreibt:

… Geht das? Kann man sich spontan in einer Stadt zu Hause fühlen, die man nicht kennt? Heimweh haben nach einem Ort, den man kaum kennt? Bei mir zumindest war es so. Ich war schockverliebt und daraus ist eine große, dauerhafte Liebe geworden. Heute weiß ich, dass ich hierher gehöre, nach Hamburg – oder zumindest an einen Platz im Norden Deutschlands, in der Nähe der Hansestadt. … Hier geht es zum ganzen Artikel.

Heimat – Was ist das? – Nicole von Moe & Me schreibt:

Foto: Moe&Me

… In Gandufe habe ich Demut gelernt. Menschen, die nichts haben, teilen mit dir alles. Sie bringen dir Hühner zum Schlachten vorbei, Kartoffeln, Zwiebeln, Kuchen, Wein… An ihrem Tisch ist immer Platz für dich.

Heimat ist für mich dieses kleine Dorf, in dem unser Haus noch steht und das ich in manchen Momenten so sehr vermisse, dass sich alles in mir zusammen zieht. Heimat ist die typische Musik. Ein Glas Wein. Die große Sehnsucht. Saudade. … Hier geht es zum ganzen Artikel.

Heimat und Zuhause – Merle von Das Leben ist ein Taumel schreibt:

… Für mich ist Heimat immer noch die Region, in der ich aufgewachsen bin. Noch immer schlägt mein Herz ein bisschen schneller, wenn der Zug auf der richtigen Seite der Elbe ankommt. Wo die Luft so ein kleines bisschen besser schmeckt. Wo die Menschen mit dem schönsten aller Dialekte sprechen. Wo das Meer ein Tagesausflugsziel ist. Wo es ordentliche Lakritze gibt. … Hier geht es zum ganzen Artikel.

Meine Heimat MG-Aktion-Town – Silvana vom Kalte Schnauze Blog schreibt:

Foto: Kalte Schnauze Blog

… Doch der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Nach vier Monaten war Madrid nicht mehr furchteinflößend. Ich nahm die spanische Mentalität an. Mit der deutschen kam ich dort eh nicht weit. Ich aß Tapas, Pulpo a la Gallega, Churros con Chocolate, Jamón y queso sowie Tortilla in rauen Mengen. Es gefiel mir zu gut, jeden Abend mit meinen Freunden draußen vor einer Bar zu sitzen und über Gott und die Welt zu quatschen. Ich genoss das besondere Flair von Madrid mit all dem Staub und dem Dreck auf den Straßen, den Museen und den grünen Oasen wie den Parque del Buen Retiro.

Als ich nach sechs Monaten nach Mönchengladbach bzw. Iserlohn zurückkehrte, schmerzte mein Herz. Es tat unfassbar weh. Mir fehlten die Abwechslung, das spanisch leichte Lebensgefühl, die Sonne und die Metro. War Madrid etwa zu meiner Heimat geworden? … Hier geht es zum ganzen Artikel.

Heimat – Was bedeutet das für mich? – Sonja von Hundebengel Charly schreibt:

… Was verbinde ich mit Heimat? Unser leckeres Essen. Wir Österreicher verstehen es zu schlemmen und zu genießen. Beim Nachause kommen vom Urlaub freue ich mich immer auf Grammelknödel, Speckbrot, Kaiserschmarren und warmen Apfelstrudel. Gerne auch alles auf einmal. Dazu ein kühles Bier und zum Abschluss ein Stamperl Nußschnaps. Was will man mehr. … Hier geht es zum ganzen Artikel.

Heimat – Meine Berge und Wälder und Flüsse und Seen – Sandra von Shiva Wuschelmädchen schreibt:

… Ja, ich liebe meine Heimatstadt. Ich bin in Spaichingen geboren und aufgewachsen. Ich habe bis auf wenige Jahre mein gesamtes Leben in Spaichingen gewohnt. Selbst als ich meinen Hauptwohnsitz nicht in Spaichingen hatte, hat es mich regelmäßig in die Heimat gezogen. Es ist wie ein Magnet, der mich anzieht. Meine Sonne und ich bin der kleine Planet, der drumrum kreist. … Hier geht es zum ganzen Artikel.

Frisches Heu, türkises Wasser, ein Hund und ein Bett –  Anni von Hund im Gepäck schreibt:

Foto: Hund im Gepäck

… Vor wenigen Minuten war ich im Supermarkt in Ruggell und hatte ein Heimatgefühl. Es mag manchen vielleicht komisch vorkommen, aber ja ich hatte es im Supermarkt. In den Regalen habe ich ein paar Produkte entdeckt, die ich ganz vergessen hatte: Einfache Dinge wie ein belegtes Zöpfli, Rüblikuchen, Toblerone, Ovomaltine-Snacks und die Marke Emmi, die ich liebe. Ich weiß, manches davon bekomme ich auch in Deutschland, aber nicht alles. Und Außerdem erinnert es mich an eine wunderschöne Zeit. An eine Zeit, die ich in der Schweiz verbrachte. … Hier geht es zum ganzen Artikel.

Blogparade: Heimat / Heimatorte – Silke von Unterwegs mit mir schreibt:

… Manchmal ist Heimat sogar Essen (siehe Kürriewuarst). Analysen haben ergeben dass die Norddeutschen Lakritze essen die Süddeutschen nicht und ähnlich ist es mit Grünkohl. Den gibt es aber auch im Norden in dutzenden Varianten im Süden wird das „Kuhfutter“ nicht gegessen. Nicht zu vergessen den „Weiswürschteläquator“… Hier geht es zum ganzen Artikel.

Heimat ist… – Anika von Warnowtatzen schreibt:

Foto: Warnowtatzen

… MARTERIA Warum? Weil er ein Rostocker Junge ist, der in die Welt gegangen ist und mit „Mein Rostock“ wieder gekommen ist. Als ich in Lübeck wohnte, war es sein tiefes Brummen, das mich stolz sein lies. Über Rostock hört man viel schlechtes, die meisten kennen die Geschichte vom Sonnenblumenhaus oder den schlechten Ruf der Hansa Suptras. Rostock ist nicht der Place to be für viele. Aber dieser Mann hat mir ein anderes Rostock gezeigt. Eine Stimme, die mir mein Heimweh genommen hat. Mr. Mr. Ma hat mir Rostock in eine Scheibe mit Loch gepresst. … Hier geht es zum ganzen Artikel.

Blogparade: Heimatorte – Woran denkst du, wenn du an Heimat denkst? Hier geht es zum zweiten Teil der Auswertung.

Anwolf – Unterwegs auf der Suche nach Heimat.
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