Nach einer Reise habe ich den Rucksack kaum ausgepackt, da überlege ich meistens schon wieder wo es als nächstes hingehen könnte. Bei ungewisser Reiseperspektive kann es vorkommen, dass ich schon mal  in ein kleineres (oder je nachdem, wie der Rest des Lebens sich gerade so gestaltet auch größeres) Loch falle. Mein Blog hat es geschafft, dass mich mein Abenteuer Mehrtageswanderung mit Hund am Meraner Höhenweg lange über die eigentliche Reise hinaus beschäftigt hat. Und das ist großartig. Das will ich möglichst lange genießen. Habe ich darüber sogar ganz vergessen, neue Reisepläne zu schmieden?

Erlebtes teilen – und die Reise scheint nie aufzuhören

Es freut mich so sehr,  dass meine Berichte über unser Trekking Tour auf so viel Interesse gestoßen sind. Auf dem Blog, bei Facebook oder auch per email bekomme ich Rückmeldungen von Lesern, die ähnliches gemacht haben, eine ähnliche Tour mit ihrem Hund planen oder einfach nur Spaß am virtuellen mitwandern hatten. Gerade vor Kurzem durfte ich durch ein Interview noch mal zurück nach Südtirol reisen. Carolin vom Blog Bergzeiten und Flachlandabenteuer hat mich zu unserer Wanderung mit Bobby befragt. Das Interview ist in ihrer Blogreihe Nachgefragt bei…  nachzulesen.

Und kaum zu glauben, sogar die Hunde-Printmedien sind auf mich (naja, ich denke eher auf Bobby) aufmerksam geworden. So erschien gerade druckfrisch die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Partner Hund mit – tätärätä – Bobby in multicolor zum Anfassen.  Ich durfte einen mehrseitigen Artikel über unsere Tour am Meraner Höhenweg schreiben. Wer schnell losläuft, bekommt vielleicht noch ein Heft bevor es vergriffen ist. 😉

Das könnte noch stunden-, tage-,  wochenlang so weiter gehen. Oder?  Nein, stimmt nicht! Es stehen neue Ideen in der Warteschleife und sie haben erst leise bei mir angeklopft. Da war ich noch mit anderen Dingen beschäftigt. Aber Tag für Tag machen sie lauter auf sich aufmerksam. Diese Ideen wollen nun unbedingt zu Plänen werden.

Mehr unterwegs sein mit Hund

Die Erfahrung am Meraner Höhenweg hat mir gezeigt: Unterwegs sein mit Bobby funktioniert. Nun möchte ich auch weitere Distanzen mit ihm zurücklegen. Einen Versuch hatten wir mal vor zwei Jahren gestartet. Vier Wochen unterwegs in Kroatien war der Plan. Wir hatten Ferienwohnungen an mehreren Orten vorgebucht. Leider kamen wir über die erste Station (Insel Brac) nicht hinaus. Eine akute Blinddarmentzündung (meinerseits) mit Reiseabbruch und Notoperation kamen dazwischen.reiseplaene-2017-01Das Vorbuchen von geeigneten Ferienwohnungen war zudem ein logistischer Kraftakt. Die Idee des Unterwegs seins findet sich in dieser Variante wie ich finde auch nur bedingt wieder. Spontan eine Unterkunft mit Hund finden, um mehr Freiheit zu haben – das könnte ein schwieriges und mitunter teures Unterfangen werden. Und da drängt sich mir wieder eine Idee auf, die ich schon mehrfach für mich verworfen hatte: Unterwegs sein mit Wohnmobil und Hund.

Und was spricht eigentlich gegen ein Wohnmobil?

Warum mehrfach verworfen? Grundsätzlich mag ich schon mal Autofahren nicht besonders gerne. Ich ziehe die unberührte Natur dem Asphalt vor. Des Weiteren gehören Wolfgang und ich, sowie Bobby zu den Menschen (Bobby ist da auch ganz menschlich), die gerne mal ihren Freiraum haben. Es kommt vor, dass wir zu Hause den ganzen Tag in unterschiedlichen Räumen verbringen. Die Enge eines Wohnmobiles über einen längeren Zeitraum hinweg – schwer vorstellbar.  Hinzu kommt, dass wir zwar recht kommunikativ sind, aber auch gerne hin und wieder (eigentlich eher öfters) mal unsere Ruhe haben. Die Geselligkeit auf einem Camping Platz mit den typischen „Wohnmobilisten“, die ihre Sattelitenschüssel ausfahren und Musikantenstadel schauen während sie in ihrer mit Gartenzaun abgegrenzten Parzelle mit den Nachbarn zusammensitzen und Grillwurst  essen – oh je, alles nur Vorurteile? Die Alternative wäre ein „wilder“ Stellplatz in der Natur. Wobei man dann ja dort wiederum  auf einer Straße, bzw. auf einem Parkplatz stehen muss (wo wir wieder beim Asphalt wären). Ich habe mal gehört, dass Friedhofsparkplätze eine gute Wahl wären. Dort gäbe es meist fließend Wasser und natürlich: Ruhe! Ob das die Ruhe ist, in der ich die Freiheit des Unterwegs seins genießen kann?

Wohnmobil mit Hund – Freiheit oder was?

Und trotzdem geht mir diese Idee nicht mehr aus dem Kopf. Vielleicht ist alles ganz anders? Ich liebe das Unbekannte. Reisen im Wohnmobil gehört für mich definitiv in diese Kategorie. Ich will der Realität die Chance geben, meine Vorbehalte über den Haufen zu werfen. Damit das Wohnmobil nicht zum rollenden Gefängnis wird, sollte man die Freiheit dieser Art des Reisens in den Vordergrund zu stellen – auch die Freiheit zu bleiben. „Wir sind viel weniger Kilometer gefahren als wir geplant hatten. Wir haben uns einfach treiben lassen, spontan unsere Ziele ausgewählt.“ schreibt Sigrid in ihrem Blog aktiv 60 plus  über ihre erste Wohnmobilreise letzten Sommer. So sollte man diese Geschichte wahrscheinlich angehen. Jetzt muss ich nur noch Wolfgang davon überzeugen. Der Reiseführer für Nordpolen (ein mögliches Ziel) lag für ihn schon unter dem Weihnachtsbaum. Auf geht’s! Die Reiseplanungen 2017 können beginnen.

Mit diesen Impressionen aus dem Schnee verabschieden wir uns nun auch offiziell vom Winter: Tschüss mach’s gut, du darfst Platz machen für den Frühling!
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